Auf dieser Seite möchte ich ein wenig über unsere Aktivitäten im Tierschutz schreiben.

Ich beschäftige mich seit ein paar Jahren recht intensiv mit dem Thema Tierschutz. Und da ich mein Herz an die lieben Berner verschenkt habe, habe ich bei dem Verein "Berner-Sennenhunde-in-Not" 2 Jahre geholfen, so gut es nebenberuflich eben ging. 

Danach habe ich ein Jahr den Verein "Berner and Friends" unterstützt so gut ich konnte. Der Schwerpunkt ist hier ein etwas anderer, und dieser Verein ist sehr viel kleiner und übersichtlicher, was unserem Naturell mehr entgegen kam.

Es ist unglaublich, wie engagiert sich manche Menschen für die Fellnasen einsetzen, und es berührt mich tief, wenn man die, manchmal erstaunlich schnelle, Entwicklung von den Hunden sieht. Sie werden zum Teil extrem verängstigt und in sehr schlechtem körperlichen Zustand übernommen und blühen bei ihren Pflegefamilien zu wahren Schönheiten und taffen Wauzis auf. Alle Beteiligten gehen an ihre Grenzen, und ich ziehe den Hut vor allen, die sich dieser Aufgabe stellen und erfolgreich meistern!

Zur Zeit habe ich mich aus der Tierschutzarbeit ein wenig zurück gezogen. Hierfür gibt es einige Gründe, die meisten sind menschlicher Natur. Ich denke auch bzw. gerade im Tierschutz sollten sich die Menschen mit allergrößtem Respekt begegnen. Leider ist dieses scheinbar nur schwer möglich, was ich persönlich sehr traurig finde. Und was ich auch erschreckend finde ist, dass manche Menschen sogar im Tierschutz ein stark ausgeprägtes Konkurrenzdenken an den Tag legen. DAS darf meiner Meinung nach auf keinen Fall so sein. Tierschützer (eigentlich alle Hundemenschen!!) müssen miteinander und nicht gegeneinander arbeiten, sie müssen zusammenhalten und gemeinsam kämpfen. Eigentlich wollen doch alle das gleiche, den Tieren das bestmögliche Leben ermöglichen. 

Ganz lässt mich dieses Thema natürlich nicht los, und so bin ich momentan auf der Suche nach (m)einem Weg wie ich weitermachen kann. 

Stand 01.11.2011 



Nachdem ich mich eine Weile aus der Tierschutzarbeit zurückgezogen hatte habe ich doch gemerkt, dass mir etwas fehlt. Diese Arbeit und die Hilfestellung für Hunde in Not ist mir so sehr wichtig, dass ich mich auf die Suche nach einem Verein gemacht habe wo ich mich wohl fühlen kann. Gelandet bin ich bei dem tollen Verein Ausrangiert & Abgeschoben. Hier sind ganz viele, sehr engagierte Menschen am Werk und verhelfen ausrangierten Zuchthunden in ein neues Leben. Gerade dieses Thema war mir bei BSiN ja auch besonders wichtig und daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch nach Jahren habe ich das Gefühl, dass wir Aufklärungsarbeit ohne Ende leisten können und jeden Tag verkaufen die Vermehrer trotzdem Welpen, Welpen, Welpen... Es ist furchtbar und unglaublich zermürbend, aber man darf nicht müde werden weiter aufzuklären. 

Obwohl ich mich in diesem Verein super wohl gefühlt habe hat etwas gefehlt. Dort wurden Hunde jeglicher Rasse aufgenommen, aber es waren leider nie Berner dabei. Gerade diese Hunde nehmen aber in meinem Leben einen sehr großen Raum ein.  

Der Zufall hat dann zugeschlagen und Anfang 2013 hat sich die Gelegenheit ergeben selber einen Tierschutzverein zu gründen. Dies war zwar nie geplant, aber so ist das manchmal im Leben. Im April 2013 war es dann soweit und wir sind mit dem Verein Berner Herzen in Not e. V. an den Start gegangen. Aller Anfang ist schwer und es hat eine ganze Weile gedauert bis alles rund lief, aber ich bin sehr glücklich, das wir den Verein damals ins Leben gerufen haben. Wir sind nun der 4. Berner Tierschutzverein, aber ich denke wir unterscheiden uns in vielem von den anderen Vereinen. 

Ich denke, ich bin jetzt erst mal angekommen. Die Arbeit füllt mich nach wie vor aus und macht mir sehr viel Spaß, und ich hoffe sehr, dass wir noch ganz vielen Hunden zu einem schönen Leben verhelfen können!

Stand 2013


Wie es manchmal ist im Leben kommt es oft anders als man denkt...

Unser toller Verein war eine ganz wundervolle Idee und es war ein Herzenswunsch von mir ihn zu gründen. Die Hilfe für gestrandete Wauzis hat einen sehr großen Teil meines Lebens ausgemacht und lange Zeit konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich ohne diesen erfüllenden Job sein möchte/könnte.

Leider sind viele Faktoren zusammengekommen, die mich dazu bewogen haben mich aus diesem supertollen Projekt wieder auszuklinken. Unter anderem lag es an unserem Katastrophenjahr 2015. Ich hatte hier 3 Hunde, die auf ihren letzten KM unterwegs waren und gleichzeitig musste ich für unseren Verein bis vor Gericht kämpfen, weil 2 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder einen Kleinkrieg mit dem Verein angezettelt hatten. Als 1. Vorsitzende ist man extrem fremdgesteuert, und ich bin ein Mensch, der eigene Interessen immer hinter das "Große Ganze" stellt. Sprich, weil ich mich nun um den Papierkram fürs Gericht, die Neuausrichtung des Vereins etc. kümmern musste, habe ich sehr wertvolle Lebenszeit mit meinen eigenen Wauzis verpasst, das werde ich mir niemals verzeihen.

Dazu kommt, dass es zwar unendlich viele Leute gibt, die es ganz toll finden wenn man aktiv Tierschutz betreibt, die selber aber außer "guter" Ratschläge nicht viel zum guten Gelingen beitragen möchten. Ohne viele helfende Hände schafft man es aber leider nicht so einen Verein aufrecht zu erhalten, wenn man gleichzeitig noch ein eigenes Leben leben möchte. Es wird zum Fulltimejob und genau das wollten wir alle nie. Wir wollten gute Tierschutzarbeit leisten und das haben wir auch getan, aber wir wollten auch noch Zeit für ein Privatleben haben und das war nicht mehr drin. Somit habe ich Ende 2015 für mich entschieden, dass ich zwar bereit bin weiterhin Vereinsarbeit auf mich zu nehmen, aber dass ich den Vorsitz abgeben möchte. Meine 3 kranken Wauzis waren mittlerweile gegangen und ich hatte überhaupt keine Zeit mich mit meinen Gedanken und Gefühlen zu beschäftigen. Klein Daris war bei uns eingezogen und es war für mich klar, dass in 2016 ein weiterer Wauz bei uns einziehen wird, außerdem brauchte Raya mich ganz dringend, weil sie ganz arg getrauert hat. Ich wollte unbedingt so viel Zeit wie möglich für meine Fellnasen haben, damit ich sie gut auf den Weg bringen kann. Alles geht eben leider nicht. Da kein anderer bereit war den 1. Vorsitz zu übernehmen, bzw. da wir durch eine Umstrukturierung andere Posten hätten nicht adäquat besetzen können, haben wir in 2016 ganz schweren Herzens die Auflösung des Vereines beschlossen. Uns allen ist dieser Schritt sehr schwer gefallen, aber jetzt wo es beschlossen ist und ich nun schon eine Weile ohne Vereinsarbeit bin, stelle ich fest wie viel Zeit ich tatsächlich mit dieser Materie verbracht habe... Wahnsinn!!

Auch wenn ich noch nicht sicher bin, dass ich völlig ohne Tierschutzarbeit leben möchte, so genieße ich zur Zeit sehr, dass ich soooo viel Zeit für meine Fellnasen und für mich habe. Die beiden "Kleinen" und die süße Raya genießen es ebenfalls, dass ich ganz viel mit ihnen unternehmen kann.

Wie es nun weitergeht, das weiß ich noch nicht genau und das lass ich auch erst mal auf mich zukommen. Vorerst werde ich nicht aktiv nach einer Alternative suchen.
Schaun wir mal...

 Stand Ende 2016

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