Dies ist die Geschichte von Fräulein Mila
der liebsten, schönsten und klügsten Hündin der Welt:

 

Fräulein Mila wäre fast nicht Fräulein Mila geworden, weil ich schon eine Absage für sie hatte... Aber von Anfang an...

Ich wollte gegen jede Vernunft unbedingt, dass Daris möglichst noch in 2016 einen Kumpel oder eine Kumpeline an die Seite bekommt. Es war ein Traum von mir, noch einmal zwei ganz junge Hunde durchs Leben zu begleiten. Bei Tyla und Aimee waren damals 2 Jahre dazwischen und das war schon schön, jetzt sollte nach Möglichkeit nicht viel mehr als ein Jahr zwischen den Wauzis liegen und somit war ich in 2016 ständig auf der Suche nach einem Züchter, der einen passenden Wauz für uns haben könnte. Wie immer war es ein sehr schwieriges Unterfangen und die in Frage kommenden Züchter waren rar. Leider ist mir irgendwie die Belegung von Carmin von der Luneplate entgangen, und somit war ich mit meinem Anruf beim Züchter leider schon die 9. Interessentin. Da ich zu der Zeit schon beschlossen hatte, dass es eine Hündin werden soll, weil ich Raya zwei Rüden in Saft und Kraft nicht zumuten wollte, war ich für eine Hündin die 6. Anwärterin. Im Grunde war mir klar, das kann eigentlich gar nichts werden. Wie ich es schon befürchtet hatte kam dann Ende Juni auch der Anruf, dass es ein Wurf mit 8 Welpen 4/4 ist, und dass ich somit keinen Welpen bekommen kann. Tja, da war ich natürlich erst mal bissi traurig, aber so ist es halt.
 Das Blatt wendete sich dann mit einem Anruf vom Züchter Mitte Juli, es seien viele Leute abgesprungen und ich könne doch eine Hündin bekommen. Ich konnte es kaum glauben, dass ich nun sogar zwischen zwei Mädels aussuchen konnte. Was für ein Glück!!


Ich hab mich dann also ganz fix auf den Weg gemacht und da waren sie die beiden süßen Wauzis, friedlich am schlummern, eine hübscher als die andere... Wie soll man sich da entscheiden?? Ich hab dann gewartet bis alle aufgewacht sind und hab geschaut wie sie sich miteinander beschäftigt haben und hab sie auf dem Arm getragen und hab wieder geschaut... Warum Mila nun Mila geworden ist kann ich nicht genau sagen. Beide waren zuckersüß aber irgendwie wusste ich, SIE gehört zu uns und SIE soll ganz bald auf Schritt und Tritt mit uns durchs Leben gehen. So wie ich es immer mache, habe ich auch Mila einmal die Woche besucht. Auch ihr Umzug zu uns war wie erwartet völlig unkompliziert. Während der Autofahrt hat sie sich gaaaaanz eng an mich gedrückt und hat es einfach über sich ergehen lassen, und hier Zuhause angekommen war die Freude groß, dass Daris und Raya auf sie gewartet haben. Alle waren super entspannt und ausgelassen und es war ein super toller Tag der 21.08.2016 als das kleine Fräulein hier Einzug gehalten hat.

Ich hatte dann zwei Wochen Urlaub und hab es in vollen Zügen genossen, sooooo viel Lebensfreude im Haus zu haben. Daris und Mila sind seit dem ersten Tag unzertrennlich. Der Bub ist soooo vorsichtig mit ihr und die beiden spielen und kuscheln ganz viel. Das ist so richtig was fürs Herz!! 

Die ersten Monate zeigt Mila sich völlig unkompliziert.
 Sie ist sehr sehr schnell sauber im Haus, ist super an der Leine gelaufen, ist mega kuschelig und überhaupt ist sie das süßeste Bernermädchen auf der großen weiten Welt!!

Mit ca. 5 Monaten fängt sie ein wenig an zu fremdeln, bellt an der Leine wenn uns Menschen entgegenkommen und ist dann auch sehr unruhig und geht nach vorne. Ende des Jahres hatten wir 3 Wochen frei und die Zeit habe ich genutzt und war gaaaanz viel mit ihr unterwegs. Ich denke wir sind auf einem guten Weg und kriegen das noch wieder gedreht. Sie wirkt zunehmend wieder entspannter bei Begegnungen und freut sich auch wieder über nette Leute die uns unterwegs begegnen.

Jetzt ist die süße Motte schon fast eine kleine Lady. Sie hat unkompliziert umgezahnt und sie hat ein super schönes Fell bekommen. Sie ist recht klein, aber dafür kompakt, mit kleinen süßen Stampferbeinchen und einem herrlich frechen Gesichtsausdruck.

Wir freuen uns sehr auf das Jahr 2017 mit unserem Fräulein Mila und sind ganz gespannt, wie sie sich weiterentwickeln wird.

Stand 10.01.2017



Nun haben wir schon Juli 2018, und aus dem kleinen Welpenknäul ist eine kleine Lady geworden.

Das süße Fräuleinchen hat sich ganz wunderbar gemausert. Sie ist eine sehr kleine, leichte Bernerin geblieben, aber im Geiste ist sie eine ganz Große geworden. Sie ist eine super kuschelige, oberlustige Motte, die sehr viel Energie hat. Sie mag super gerne laufen, und ich habe Ende 2017 mit ihr angefangen zu trailen, was ihr sehr viel Spaß macht. Sie ist tatsächlich mit sehr viel Eifer dabei und kann toll suchen.

Sehr froh bin ich, dass sie ihre Umweltunsicherheit weitgehend wieder überwunden hat. Sie hat ja doch arg gefremdelt und war auch sonst unterwegs nicht besonders sicher. Dies hat sich jetzt verwachsen sozusagen. Ich war sehr viel mit ihr alleine unterwegs und somit musste sie sich mit allem auseinandersetzen und konnte sich nicht hinter den anderen verstecken. Auch das Trailtraining hat ihr sicherlich geholfen, ebenso wie die vielen Menschen, die hier ein- und ausgehen wegen der Pensionshunde etc. In 2017 ist sie in der Regel doch weit auf Abstand geblieben und wollte überhaupt keinen Kontakt, jetzt in 2018 ist sie schön "aufgetaut" und geht wieder offen und frei auf die meisten Menschen zu, was mich sehr freut, da es doch zeigt, dass sie nun keinen Stress mehr mit diesen Begegnungen hat. 

Mit Raya ist sie ein tolles Team. Mein Mann ist ganz oft mit den beiden Mädels zusammen unterwegs. Das passt super! Und mit Daris ist sie mega eng. Wenn man die beiden eng aneinander gekuschelt im Garten oder auf dem Sofa liegen sieht, da geht einem wirklich das Herz auf. Da haben sich zwei gefunden, die definitiv zusammen gehören. Aber auch alle Gasthunde werden offen und lieb von ihr aufgenommen. Das ist für mich immer wieder sehr faszinierend wie cool unsere Hunde mit dem "reinundraus" hier bei uns umgehen. Da bin ich wirklich sehr stolz drauf, dass sie mich bei meiner Arbeit so sehr unterstützen, als wüssten sie, dass es wichtig für mich ist.

Die kleine Mila ist hier unser Sonnenscheinchen und sie macht uns super viel Spaß. Sie ist spritzig und kuschelig, gerade so wie die Situation es hergibt. Sie hört gut und ist eng an uns dran, und ich kann nicht umhin immer öfter an Aimee zu denken wenn ich Mila beobachte. Diese beiden Mädels haben sooooo viel gemeinsam, dass es fast weh tut. Ist schon komisch was uns das Leben so beschert. Hier ist auf jeden Fall ganz viel genießen angesagt. Ich genieße es sie an meiner Seite zu haben, sie beobachten zu können, sie auf ihrem Weg zu begleiten. 

Daris und Mila empfinde ich wirklich aus tiefstem Herzen als Geschenk!

Ich bin sehr gespannt wie sie sich weiterentwickelt und was für Überraschungen sie für uns auf Lager hat.

Stand 07.07.2018



Puh nun haben wir schon Juni 2024 und ich weiß gar nicht so recht wie ich es schaffen soll die fehlende 6 Jahre von Mila hier aufzuholen *seufz.

All die Jahre ist sie hier das Fräulein Sonnenschein. Sie ist so was von bezaubernd mit ihrem kleinen Puppengesichtchen. Wenn wir mit mehreren Hunden unterwegs sind, egal in welcher Konstellation, dann denken Fremde immer, dass sie die Jüngste im Bunde ist, dabei ist sie ja nun mittlerweile mit Abstand die Älteste *lach. Sie ist immer fröhlich und gut gelaunt und man kann mit ihr super viel Spaß haben. Sie ist sehr kuschelig und anhänglich und jetzt ohne Raya auch in jeder Lebenslage völlig unkompliziert. Sie hat den Einzug von Alani und Cleo total easy mitgemacht. Selbst als Daris uns letztes Jahr verlassen hat, hat sie sich nicht wirklich verändert, obwohl die beiden sooooo eng waren

Seit Raya nicht mehr bei uns ist bin ich fast nur noch mit allen 3 Hunden gemeinsam unterwegs. Mila liebt das. Sie blüht gerade förmlich total auf und ist wie im zweiten Frühling. Sie möchte am liebsten immer zwischen Alani und Cleo laufen. Das ist so was von süß. Wir sind wieder viel öfter auch in Gegenden unterwegs wo wir nicht täglich laufen. Das ist genau nach ihrer (unser aller) Mütze. Wir alle genießen das gerade sehr, dass (fast) alles sehr unkompliziert ist. 

Leider war das ja nicht immer so... Als Mila jung war hat sie sich sehr von der Unruhe von Raya mitziehen lassen. Bei Außenreizen hat sie sich direkt bei Raya "eingeklinkt" wenn diese Krawall geschlagen hat. Das war echt super unschön. Da wir nicht wollten, dass sich das bei Mila etabliert sind wir dann ja nur noch getrennt gelaufen. In Rayas Geschichte könnt ihr darüber viel mehr lesen. Ich mag die Problematik hier nicht noch einmal aufgreifen. 

In 2021 hab ich sie das erste Mal wieder mit in den Urlaub genommen und das war toll! Nachdem es in 2018 mit uns allen so völlig unterirdisch chaotisch war, haben wir ein paar Jahre keine Urlaubsfahrten mehr unternommen. 2021 war dann die Gelegenheit... Ich bin im Herbst mit Mila und meinem Papa in den Teutoburger Wald gefahren. Ein paar Tage Seele baumeln lassen. Das war richtig schön und Mila hat das ganz toll gemacht. Ich war mir nicht sicher, ob sie das gut findet ohne die anderen Hunde und dann mit uns im Hotel... Tja, also gut fand sie das definitiv. Sie war puppenlustig mit uns den ganzen Tag unterwegs. Das war toll! Sie war sehr ausgelassen und hat die Zeit mit uns sehr genossen glaube ich. Leider war es uns nicht vergönnt das zu wiederholen, da mein Papa uns im Frühjahr 2022 verlassen hat :-( . Im Oktober 2022 bin ich dann mit Daris und Mila an die Ostsee gefahren. Was bin ich froh, dass ich das gemacht habe. Eigentlich war geplant, dass mein Papa mitkommt. Da es nun alles völlig anders gekommen ist war mir gar nicht danach "alleine", also nur mit Hund(en) zu fahren. Ich habe mich aber trotzdem aufgerafft und das war auch absolut gut und richtig so. Daris und Mila haben das ganz toll gemacht. Wir hatten eine schöne Ferienwohnung und ganz tolles Wetter. Es waren richtig schöne Tage. Wir wollten das unbedingt ganz bald wiederholen, aber dazu ist es dann leider nicht mehr gekommen. Was wir damals noch nicht wussten ist, dass es die letzte Tour mit Daris sein wird. Kurz danach habe ich leider bei ihm ein Osteosarkom entdeckt und es war klar, Mila und er und wir alle haben nicht mehr viel Zeit mit ihm. Soooo traurig!! Aber diese schönen gemeinsamen Tage, die konnte uns nun keiner mehr nehmen!

Als uns ihr Freund Daris dann Anfang 2023 verlassen hat, da hat sie mir soooo sehr leid getan. Die beiden waren so besonders eng und liebevoll miteinander und sie hat ja ihr ganzes Leben bis dahin mit ihm verbracht. Wie schlimm muss das für sie gewesen sein? Man mag gar nicht darüber nachdenken... Und trotzdem hat sie sich gefreut über alles. Über Aufmerksamkeit, über Spaziergänge, über ihr tägliches Futter, einfach über alles. Sie ist einfach eine Frohnatur und ein absolutes Sonnenscheinchen!  

2023 war wirklich ein Hunde-Jahr was man kaum in Worte fassen kann. Der absolut unendlich traurige Verlust von Daris... Eine Raya-Omi mit 13 Jahren, die natürlich viele viele Baustellen hat und wo das Zusammenleben mit ihr immer komplizierter wird... Eine Alani, superjung, die toll und sehr besonders ist, aber die sich auch ausprobiert und eine echte Herausforderung für mich ist... Eine Mini-Cleo, frisch "geschlüpft", die trotz allem natürlich einen guten Start ins Leben bekommen soll... 
Und meine kleine süße immer fröhliche Mila mittendrin... Ziemlich abgefahren!

Da Mila von Läufigkeit zu Läufigkeit immer auffälliger wurde habe ich sie dann im Herbst 2023 kastrieren lassen. Das war eine gute Entscheidung! Seit dem ist sie viel mehr in der Ruhe und hat endlich den hormonellen Stress nicht mehr. 

Als uns dann Anfang 2024 Raya verlassen hat konnte ich wieder nicht feststellen, dass Mila das irgendwie getriggert hat. Sie hat es wie bei Daris einfach hingenommen und lebt ihr fröhliches Milaleben weiter wie immer. Gut so! Gerne würde ich mir davon eine Scheibe abschneiden. Ich selber bin da ja völlig anders gestrickt und würde mir oft ein wenig von ihrer Ausgelassenheit und ihrem Gleichmut wünschen. Wie viel leichter muss es mit so einer Lebenseinstellung sein?!

Tja und nun, wo Mila "nur" noch mit Alani und Cleo bei uns lebt geht die Post hier richtig ab. Wir haben in den letzten Monaten viel miteinander gearbeitet. Langsam wirds was. Sie muss hier Zuhause nicht mehr bei jedem Geräusch anschlagen, ich kann total toll mit den 3 Mädels zusammen laufen. Egal wen oder was wir treffen, alle bleiben ruhig an meiner Seite. Wir machen ganz viele Ausflüge und haben total viel Spaß zusammen wenn wir unterwegs sind. Zzt. haben wir nur noch eine Baustelle.... Leise und sinnig aus dem Auto aussteigen. Da drehen die 3 leider noch ziemlich hoch. Erst recht wenn wir irgendwo hinfahren wo sie die Menschen und Hunde gut kennen und sich somit auch noch doll freuen. Da haben wir noch bissi was zu tun, aber auch das werden wir hinbekommen. Ansonsten haben wir gerade eine richtig tolle Zeit zusammen.

Ganz bald möchte ich mit Mila und Cleo mal eine Tour mit dem Van machen. Das wird bestimmt auch super lustig. Ich bin gerade dabei ihn so herzurichten, dass ich auch mit 2 Hunden gut darin schlafen kann. Bin ganz gespannt wie sie das wohl findet. 

Außerdem wird ganz bald wieder ein Rüde bei uns einziehen. Auch da bin ich mega gespannt wie sie das finden wird. Natürlich ist es nun völlig anders als mit Daris. Jetzt ist sie "die Große" und er der kleine Pups, und natürlich wird er auch völlig anders sein. Aber wer weiß, vielleicht findet sie es trotzdem genauso schön wie ich, wenn wieder ein Rüde im Haus ist. 

Was auch immer hier alles passiert... Ich wünche mir von Herzen, dass die kleine Mila - immerhin wird sie in 3 Wochen schon 8 Jahre alt - noch ganz lange gesund und fit bleibt, damit wir noch einiges wieder aufholen können, worauf wir die letzten Jahre verzichtet hatten. Und natürlich auch, dass sie immer weiter so fröhlich und gut gelaunt bleibt   

Stand 04.06.2024


Fröhlich und gut gelaunt wird Mila vermutlich wirklich bis zu ihrem letzten Tag bleiben, das ist einfach ihre Mentalität, aber noch ganz lange gesund und fit, das ist uns leider nicht gegönnt.

Der letzte Eintrag hier in ihrer Geschichte ist gerade 3 Monate her und schon steht unsere Welt wieder einmal auf dem Kopf. 

Um den 20. Juli rum habe ich eine Beule an/in ihrer Schnute entdeckt. Sie hat vor mir gesessen und hochgeschaut und da war sie auf einmal. Direkt schon ziemlich dick. Als ich dann in ihre Schnute geguckt habe bin ich fast hintenüber geschlagen. Da sitzt direkt auf dem Zahnfleisch vom Fangzahn ein Pistaziengroßer Tumor. Der muss so was von rasend schnell gewachsen sein... Als ich mir den genau angesehen habe wusste ich sofort, dass das was Bösartiges ist, ziemlich sicher ein Melanom. Meine Tierärztin ist erst von Epuliden ausgegangen, so lange bis sie das Teil am 08.08. entfernt hatte, da war dann natürlich klar womit wir es zu tun haben. Wir haben dann noch das Pathoergebnis abgewartet, aber es war dann auch eindeutig und leider hatte ich mal wieder recht. Was würde ich mir doch wünschen in solchen Dingen einfach mal falsch zu liegen, aber nein...

Tja, da es sich hier nun um einen hoch aggressiveren Tumor handelt hatten wir uns erst darauf geeinigt, dass wir nichts größeres mehr unternehmen werden, ausser palliativ unterstützen. Die gängige Prognose liegt bei 4 Wochen bis 3 Monate nach Pathoergebnis. Wie ich nun mal bin war das auch erst für mich absolut der richtige Weg. Chemo und/oder Bestrahlung wollte ich nicht, den halben Kiefer entfernen lassen schon zweimal nicht. Das geht vielleicht bei einem jungen Hund, der mental stabil und eher robust ist, aber nicht bei einer 8jährigen Bernerin, die vom Gemüt her ein kleines empfindsames Sensibelchen ist. So eine Aktion für Mila ist absolut keine Option, ganz davon abgesehen das fraglich ist was es ihr überhaupt bringt.

Trotzdem hab ich mich ans Internet gesetzt und geschaut was es noch für Optionen gibt. Sie ist noch so voller Leben und so spritzig und alles andere als ein alter Hund und Kiefer und Lunge waren noch frei von Metastasen. So ganz kampflos wollte ich mich entsprechend dann doch nicht geschlagen geben. Ich habe zwei wirklich vielversprechende Sachen gefunden (beides unbezahlte Werbung!): Die dendritische Zelltherapie von Petbiocell und eine Mistelbehandlung von Iscador. Beides klingt wirklich sehr gut. Wir (also meine Tierärztin und ich) haben uns dann mit den beiden Firmen beschäftigt, haben viel telefoniert und haben so viele Infos wie möglich zusammengetragen. Entschieden haben wir uns dann für die Misteltherapie. Das würde ich auch jederzeit wieder so entscheiden. 

Leider habe ich aber Ende August ein Rezidiv entdeckt und da haben wir - hinterher ist man immer schlauer - leider falsch entschieden. Wir haben gedacht, das nehmen wir (am 30.08.) noch weg, dann ist sie erst einmal ganz tumorfrei, und dann starten wir mit der Misteltherapie und diese arbeitet dann dagegen an, so dass im besten Fall vorerst keine weiteren Rezidive entstehen. Tja da haben wir uns aber leider vertan. Als Mila in Narkose genau unter die Lupe genommen werden konnte war es absolut erschreckend was sich da in den 3 Wochen zugebildet hatte. Meine Tierärztin musste einen großen Teil vom Zahnfach aufmachen, weil dort überall Tumorgewebe war und sie natürlich so viel wie möglich entfernen wollte. Die Naht hat dann leider an einer Stelle nicht gehalten. Schon abends war ein kleines Loch zu sehen was stetig größer wurde. Das konnte so nicht bleiben, somit haben wir am 02.09. noch einmal operiert. 

3 Narkosen in so kurzer Zeit. Das ist nicht so ganz spurlos an Mila vorbeigegangen und genützt hat es uns gefühlt nur so semi etwas. 3 Tage später war wieder ein kleines Loch da. Zum Glück nicht ganz so groß wie das erste, und dieses Mal kann man auch deutlich sehen, dass die Naht an sich hält, aber das ist natürlich der Supergau. Im Vorfeld hatten wir eigentlich gesagt, dass wir den Fangzahn rausnehmen (was eine mega OP wäre, weil der Zahn völlig gesund ist und bombenfest sitzt), wenn es wieder nicht hält. Da haben wir uns aber gestern (06.09.) nun gegen entschieden. Wir fürchten, dass wir es mit weiteren OPs immer schlimmer machen werden. Man kann jetzt schon wieder neue "Bubbel" auf der Oberfläche sehen. Dies sind ganz sicher neue Rezidive. Der komplette rechte Oberkiefer wird bereits vom Tumor infiltriert sein und somit werden wir, egal was wir machen, keinen vernünftigen Wundverschluß mehr hinbekommen. 

So traurig wie es ist, wir haben uns dann gemeinsam dazu entschieden, dass wir nur noch palliativ unterstützen so gut wie es eben geht. Dieser Moment wo man ganz bewusst beschließt, dass man "aufgibt" und alles weitere einfach geschehen lässt, also alles aus der Hand gibt, der ist immer wieder ganz ganz schlimm. Man fühlt sich ohnmächtig und leer und man ist unendlich traurig. Man kann es noch so oft mit seinen Tieren durchmachen, es hilft einem nicht. 

Tja nun ist Mila aber ja nun mal noch da, und sie versteht natürlich überhaupt nicht wieso wir hier Trübsal blasen, also reißen wir uns alle so gut es irgendwie geht zusammen. Sie ist immer noch puppenlustig und fröhlich und ein kleiner Springinsfeld. Sie möchte mit uns laufen und was erleben und genau das machen wir auch so lange wie es irgendwie geht. Ich hatte geplant mit ihr am 21.09. noch ein Wochenende im Van zu verbringen. Ich wünsche mir von Herzen, dass wir beide das noch machen können. Für sie ist es einfach nur ein großes Abenteuer, an dem sie sicherlich viel Spaß haben wird. Für mich wäre es etwas fürs Herz für immer. Schaun wir mal...

Stand 07.09.2024


Heute starte ich hier wohl das letzte Kapitel von Milas Geschichte. 

Auch wenn es anders als im letzten Kapitel angenommen gekommen ist, ist es jetzt sehr sicher, dass ihre Uhr gerade ganz laut tickt. Der Tumor breitet sich nun erschreckend schnell aus, und das befallene Gewebe nervt sie und es bleibt alles mögliche drin "hängen" was so in ihre Schnute wandert. Nun sind wir wirklich an einem Punkt, den keiner mit seinem Tier erleben und durchmachen möchte.

Wir hatten bis hierher noch eine wirklich gute Zeit zusammen. Wir haben unsere Van-Tour gemacht, die wirklich schön war. Wir waren im Oktober alle zusammen noch ein paar Tage an der Ostsee, was ihr und uns auch ganz viel Spaß gemacht hat. Wir haben sie sogar Ende November doch noch einmal operiert. Eigentlich hatten wir ja beschlossen wir machen nix mehr, aber es ging ihr noch so mega gut, und das neue Rezidiv konnte sehr einfach entfernt werden, da haben wir es gewagt und es ist alles gut verlaufen. Es war definitiv die richtige Entscheidung. Wir haben noch unseren Urlaubsdezember zusammen verlebt, ebenso wie Weihnachten und den Jahreswechsel. Man muss da wirklich dankbar für sein, dass uns noch so viel gemeinsame, richtig gute, Zeit geschenkt wurde. Seit Juli 2024 hat sie nun mit diesem k.a.c.k Tumor zu tun. Unglaublich!! Sooooo lange schon hält sie standhaft dagegen an. Das ist sehr sehr ungewöhnlich. Wir gehen nun im März in den 9. Monat und wir sind sehr glücklich über die geschenkte Zeit mit ihr.

Tja und das was nun auf uns zukommt, das möchte man definitiv für sein Tierchen und auch für sich selber nicht haben. Es war für mich bei Daris ein absoluter Schock als er völlig überraschend von einem auf den anderen Tag gegangen ist. Für ihn war es aber gut so. Keinen Tag Schmerzen, keinen Tag irgendwelche Einschränkungen, keine Veränderungen in seinem Leben. Bei Mila kommt es leider etwas anders. Auch wenn sie noch frisst wird es sich ganz sicher nicht gut anfühlen in ihrer Schnute. Die anderen Hunde wollen ständig an ihr schnüffeln und lecken, was sie bestimmt nervt (natürlich brechen wir das ab wenn wir es mitbekommen, aber wir stehen halt auch nicht immer daneben). Man sieht, dass sie unbedingt noch mithalten möchte, aber wie viel Kraft kostet es sie wohl? Wir gehen zzt wieder sehr oft mit 2x2 Hunden, damit der Gruppenzwang reduziert ist für sie. Dabei liebt sie es so sehr in der Gruppe zu laufen. Dauernd muss ich mit ihr zum Tierarzt. Ja, alle sind dort mit ihr total lieb, aber sie hat dort trotzdem mega Stress. Ich mag sie im Gesicht nicht mehr so richtig anfassen, und ich möchte nicht mehr, dass sie mich tunnelt, weil sie dann immer ihre Schnute gegen meine Beine "donnert", was definitiv nicht gut sein kann. Das heißt mein Verhalten ihr gegenüber verändert sich. Ihr rechtes Auge tränt extrem doll, und ich muss ihr dort das Fell immer reinigen was sie echt blöd findet. Meine Sorge, dass ich auf irgendeine Veränderung zu spät reagiere wird sie auch spüren. Sie bekommt natürlich schon länger Schmerzmedis, aber ob die wirklich reichen? So wie es optisch aussieht kann ich das kaum glauben, so wie sie sich benimmt passt alles. Keiner kann mir diese Frage wirklich beantworten, das nagt an mir. Ich habe sie immer mit Argusaugen im Blick. Sehr unentspannt für uns beide. Ich hatte es mir für sie definitiv auf den letzten Metern anders gewünscht. Es hilft nix, wir müssen da nun zusammen durch.

ABER sie ist immer noch gut drauf, frisst noch ohne zögern (natürlich auch nach wie vor alles mögliche was eigentlich nicht essbar ist) aber eben auch ihr Futter, läuft noch mit uns die Runden mit und ist nach wie vor das Fräulein Sonnenschein. Wirklich absolut erstaunlich wie sie das so gebacken bekommt. Sie kann mit der Situation definitiv besser umgehen als ich. Ich merke, wie ich mich langsam ein wenig distanziere, damit ich es aushalten kann und um mich davor zu schützen, dass es mich wieder so mega doll trifft. Da haben unsere Tiere es besser. Sie bleiben im hier und jetzt, und Gedanken an die Zukunft kennen sie nicht. Für mich fühlt es sich gerade ein wenig an wie "wir warten auf das Unvermeidbare". Viele viele Monate konnte ich all diese trüben Gedanken gut wegdrücken und die Zeit mit ihr wirklich noch genießen. Jetzt gerade gelingt es mir leider nicht. Die Sorgen um sie, und dass ich vielleicht zu spät auf eine Veränderung reagieren könnte, ist einfach zu groß geworden. 

Ich hoffe und wünsche mir für sie von Herzen, dass wir nichts übersehen, und dass sie sich ihre Fröhlichkeit und Unbeschwertheit bis zum letzten Atemzug bewahrt. Genau das hat Mila immer ausgemacht. Obwohl sie fast ihr ganzes Leben lang intakt war, ist sie im Grunde immer wie ein Riesenwelpe lustig und fröhlich durch die Gegend gehopst. So soll es bitte auch nun bleiben! Und ich wünsche mir für mich, dass ich genau das im Fokus behalte und sie weiter als die fröhliche Mila sehe und nicht als Mila mit dem entstellten Gesicht weil ein Tumor darin "wohnt".

Wir könnten hier ein paar gute Gedanken und gedrückte Daumen von euch gebrauchen, dass wir alle es schaffen den Weg mit der bezaubernden Mila Mausi gemeinsam mit Würde und Zuversicht und frohen Mutes zuende zu gehen.  

Stand 28.02.2025



Also, die Geschichte von Mila ist wirklich absolut unglaublich!! Gerade hatte ich mich wieder gefangen und konnte die Zeit mit Mila wieder ein Stück weit genießen ohne stündig auf eine schlimme Veränderung zu warten, da ist dann doch wieder alles anders. Zack so fix geht das. Emotional ist es eine absolute Achterbahnfahrt. Zeitweise wirklich schwierig auszuhalten, aber so ist das Leben. Immer für eine Überraschung gut *seufz.

Wir haben heute zusammen mit unserer Lieblingstierärztin entschieden, dass wir Mila noch ein weiteres Mal operieren werden. Sie ist noch so wahnsinnig gut drauf. Wenn man den Tumor nicht sehen würde, würde man niemals glauben, dass sie überhaupt mit diesem Thema zu tun hat. Sie ist lustig wie immer. Einzig ihr Äußeres hat sich eben doll verändert. Und weil das so ist können wir nicht einfach zugucken wie es wächst und wächst und sie immer mehr nervt. 

Tja wer hätte das gedacht, aber ich glaube ihre Geschichte bekommt doch noch das eine oder andere Kapitel dazu, was mich natürlich sehr sehr freut :-) . 

Ihr OP Termin wird vermutlich der 12.5. sein. Bitte drückt weiter für uns die Daumen, dass alles gut läuft, und dass es ihr wirklich etwas bringt. Bissl mulmig ist mir natürlich schon bei dem Gedanken sie schon wieder in Narkose zu legen...

Stand 29.04.2025



Und schon ist wieder alles anders... Wir werden Mila doch nicht am Montag operieren. Letztes Wochenende habe ich einen weiteren Knubbel gefunden, der sich ganz seltsam angefühlt hat. Was ich gefunden habe ist ein stark veränderter Lymphknoten, und der fühlt sich so seltsam an, weil es da nun reingestreut hat. So traurig wie das ist und so gerne ich die Zeit mit ihr bis ins unendliche verlängern möchte... Mir war von Anfang an nicht ganz wohl bei dem Gedanken sie nochmal operieren zu lassen, von daher bin ich froh, dass mir die Entscheidung jetzt im Grunde abgenommen wurde, und dass auch keine Zweifel mehr bleiben, ob es nun richtig entschieden ist oder nicht. Also heißt es nun wieder mal weitermachen und versuchen es noch nicht so dicht an sich rankommen zu lassen, damit wir die letzten Tage/Wochen noch möglichst viel Freude miteinander haben und so unbeschwert wie möglich die gemeinsame Zeit verbringen können.

Stand 08.05.2025



Heute, am 19.06.2025, war er nun da... 
Der Tag vor dem ich mich fast ein Jahr lang gefürchtet habe... 

Die letzten 4 Wochen waren extrem anstrengend. Der Tumor hat dermaßen in ihr gewütet... Die Luft wurde immer weniger, weil er sich auf die Nase ausgebreitet hatte und das Risiko, dass es einen Durchbruch gibt wurde natürlich auch immer größer.

Diese extreme Ambivalenz zwischen ihrem Äußeren und ihrem Verhalten war einfach unglaublich und manchmal auch kaum auszuhalten. 

Wie von mir schon vor vielen Monaten vermutet war die kleine Mausi bis zum Schluß immer fröhlich und gut gelaunt, ist durch die Gegend gesprungen wie ein junges Reh, hat es sehr genossen wenn ihre Hundefreunde um sie rum waren etc. 
Sie war eine so unglaubliche Frohnatur... absolut bewundernswert!


Die kleine Mila Mausi ist heute Vormittag hier Zuhause, begleitet durch uns und unsere liebe Tierärztin über die Regenbogenbrücke gegangen. All unsere Liebe haben wir ihr mit auf den Weg gegeben. Wir sind absolut untröstlich, aber wir sind auch sehr dankbar, dass wir es geschafft haben den richtigen Moment zu finden. Den Moment bevor etwas wirklich Schlimmes passiert, aber auch den Moment um mit der Entscheidung weiterleben zu können. Es ist und bleibt immer wieder eine riesen Herausforderung, aber es ist eben auch der Dank für die vielen schönen gemeinsamen Jahre, wo sie uns treu, immer fröhlich und gut gelaunt begleitet hat.


Meine Süße, du warst in allem besonders... 
besonders klein, besonders süß, mit besonders viel Fell, besonders albern, besonders laut, besonders brav und kooperativ, besonders gut gelaunt IMMER, mit einem ganz besonderem Gemüt und einem ganz besonders bezauberndem Puppengesichtchen...

Ich wünsche dir von Herzen eine gute Reise. Ich hoffe sehr, dass Daris wusste das du kommst, und dass er schon auf dich gewartet hat. Wir werden dich unendlich vermissen, und du wirst immer in unseren Herzen sein! Irgendwann sehen wir uns alle wieder, ich glaube ganz fest daran.

Mach et joot kleine Maus  

 

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